GESELLSCHAFT FüR ERBRECHT UND STIFTUNGSRECHT EEIG

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Probleme mit der Erbengemeinschaft

Die Seite enthält Informationen darüber, wer einer Erbengemeinschaft angehört, wie innerhalb einer Erbengemeinschaft Entscheidungen getroffen und Rechtsgeschäfte vorgenommen werden, wem die Erträge der Erbengemeinschaft zustehen und unter welchen Umständen eine Erbengemeinschaft aufgelöst werden kann.


WER GEHÖRT DER ERBENGEMEINSCHAFT AN

Mit dem Erbfall gehen das gesamte Vermögen und die Schulden des Erblassers auf die Erben zur gesamten Hand über. Die Erben bilden untereinander eine Erbengemeinschaft, die die Erbschaft gemeinschaftlich bis zu Auseinandersetzung verwaltet. Pflichtteilsberechtigte und Vermächtnisnehmer gehören einer Erbengemeinschaft nicht an.


ENTSCHEIDUNGEN IN DER ERBENGEMEINSCHAFT

Über Nachlassgegenstände können die Erben nur gemeinsam verfügen. Jeder Miterbe ist den anderen gegenüber verpflichtet, bei Maβnahmen mitzuwirken, die zur ordnungsgemäβen Verwaltung des Nachlasses erforderlich sind. Ist jedoch eine Maβnahme zur Erhaltung des Nachlasses notwendig, kann jeder Miterbe sie alleine treffen.

Können sich die Erben bei einer Maβnahme, die die regelmäβige Verwaltung betrifft, nicht einigen, genügt ein Mehrheitsbeschluss. Bei besonderen (wichtigen) Verwaltungsmaβnahmen ist Einstimmigkeit der Erbengemeinschaft erforderlich. Verweigert ein Miterbe seine Mitwirkung, muss diese von den restlichen Mitgliedern der Erbengemeinschaft auf dem Klageweg erzwungen werden. Jeder Erbe hat so viel Stimmengewicht, wie seinem Anteil am Erbe entspricht.


RECHTSGESCHÄFTE DER ERBENGEMEINSCHAFT

Miterben können nur gemeinschaftlich Forderungen eintreiben. Einseitige Rechtsgeschäfte (z. B. Kündigung) müssen von allen Erben gemeinschaftlich vorgenommen werden. Nachträgliche Genehmigung durch die Miterben ist nicht möglich. Eine Kündigung muss allen Erben gegenüber ausgesprochen werden. Zahlungen an die Erbengemeinschaft können befreiend nur auf ein Konto der Erbengemeinschaft erfolgen.


ERTRÄGE DER ERBENGEMEINSCHAFT

Die Erträge aus der Nutzung des Nachlasses stehen jedem Miterben entsprechend seinem Erbteil zu.


AUFLÖSUNG DER ERBENGEMEINSCHAFT

Jeder Miterbe ist grundsätzlich jederzeit berechtigt, die Auflösung der Erbengemeinschaft und Aufteilung der Erbschaft unter den Miterben zu verlangen. Hat ein Erblasser verfügt, dass sein Nachlass nicht aufgeteilt werden soll, ist dies dennoch nach spätestens 30 Jahren möglich oder durch einstimmigen Beschluss aller Erben.

Bei Auflösung der Erbengemeinschaft sind zunächst die Nachlassverbindlichkeiten zu erfüllen, danach ist der Überschuss an die einzelnen Miterben nach ihren Erbteilen auszubezahlen. Der Auseinandersetzungsvereinbarung müssen alle Erben zustimmen, eine Form ist hierzu nicht vorgeschrieben. Kommt eine Einigung nicht zustande, kann jeder Miterbe die Auseinandersetzung durch Gerichtsurteil erzwingen.


Wir vertreten Sie gerne auβergerichtlich bei der Wahrnehmung Ihrer Rechte während der Verwaltung und Auflösung der Erbengemeinschaft.



Weitere Informationen zum Thema ERBENGEMEINSCHAFT finden Sie unter www.erbengemeinschaft-erbenhaftfung.de.

Mehrere nützliche MUSTERSCHREIBEN und FORMULARE zum Thema VORSORGE, TESTAMENT, VERMÄCHTNIS, SCHENKUNG stehen Ihnen auβerdem zur Verfügung unter www.erbrecht-downloads.de.

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