GESELLSCHAFT FüR ERBRECHT UND STIFTUNGSRECHT EEIG

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Rechte und Pflichten der Erben, Erbenhaftung, Haftungsbeschränkung

Die Seite enthält Informationen zum Thema Erbenhaftung, im Einzelnen über die Erbenhaftung für Erbfallschulden, die Erbenhaftung für selbst verursachte Schulden, die Haftungsbeschränkung durch Einrede der Erschöpfung im Rahmen eines Aufgebotsverfahrens, die Einrede der Dürftigkeit bei Beantragung der Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz, die Pflicht zur Auskunft dem Erben gegenüber und die Verjährungsfrist seiner Ansprüche auf Auskunft


ERBENHAFTUNG FüR NACHLASSSCHULDEN

Grundsätzlich erstreckt sich die persönliche Erbenhaftung auf das gesamte Vermögen des Erben (Haftungsbeschränkung möglich). Die Erbenhaftung gilt für alle Nachlassschulden. Hierzu gehören die Schulden des Erblassers und die Erbfallschulden.


ERBFALLSCHULDEN - DEFINITION

Erbfallschulden sind Pflichtteilsansprüche, zu erfüllende Vermächtnisse (Legate), auszuführende Auflagen, Ausbildungsansprüche von Stiefkindern, Unterhaltsansprüche werdender Mütter, Kosten der Beerdigung, Kosten gerichtlicher Sicherungsmaβnahmen, Kosten der Testamentseröffnung, Kosten für Nachlassverwalter, Testamentsvollstrecker, Erbschaftssteuer pp.


ERBENHAFTUNG FüR SELBST VERURSACHTE SCHULDEN

Die persönliche Erbenhaftung gilt auch für die Schulden, die durch Handlungen des Erben entstehen. Nur in besonderen Fällen haftet der Nachlass mit.


HAFTUNGSBESCHRäNKUNG DURCH EINREDE DER ERSCHöPFUNG

Ist der Nachlass unübersichtlich und will der Erbberechtigte Klarheit über die vorhandenen Gläubiger gewinnen, kann er beim Nachlassgericht die Durchführung eines gerichtlichen Aufgebotsverfahrens beantragen, mit der Möglichkeit, die Haftungsbeschränkung durch spätere Einrede der Erschöpfung.


HAFTUNGSBESCHRäNKUNG DURCH EINREDE DER DüRFTIGKEIT

Die Erbenhaftung kann aber grundsätzlich auf den Nachlass beschränkt werden. Die Haftungsbeschränkung setzt voraus, dass der Erbe beim Nachlassgericht die Anordnung der Nachlassverwaltung oder die Eröffnung der Nachlassinsolvenz beantragt. Die Zahlung von Nachlassverbindlichkeiten kann der Erbe innerhalb der ersten drei Monate verweigern. Während des Aufgebotsverfahrens kann er ebenfalls Zahlungen verweigern.

Werden Nachlassverwaltung oder das Insolvenzverfahren eingestellt, kann der Erbenhaftung entgegengewirkt werden mit der Einrede der Dürftigkeit.


PFLICHT ZUR AUSKUNFT

Wer in engem Kontakt mit dem Erblasser stand, ist dem Erben gegenüber zur Auskunft verpflichtet, was den Verbleib von Nachlassgegenständen angeht. Der Erbe kann von dem Erbschaftsbesitzer Auskunft darüber verlangen, welche Gegenstände zum Nachlass gehören und wo sie geblieben sind. Der Erbschaftsbesitzer hat die Auskunft zu erteilen und die vorhandenen Bestandteile des Nachlasses an den Erben herauszugeben. Der Erbe ist ebenfalls berechtigt, von ihm eine Auskunft über die mit Mitteln des Nachlasses erworbenen Gegenstände und Nutzungen sowie deren Herausgabe zu verlangen.


AUSKUNFT - ANSPRUCHSVERJäHRUNG

Regelmäβig gilt in Bezug auf die Auskunft und Herausgabe eine dreijährige Verjährungsfrist für Erben und andere an einem Erbfall Beteiligte.


Wir zeigen Ihnen die Haftungsrisiken auf und die Möglichkeiten zur Haftungsbeschränkung.

Wir setzen Ihre Interessen als Erbe durch und vertreten Sie auβergerichtlich bei der Geltendmachung von Forderungen.



Weitere Informationen zum Thema RECHTE, PFLICHTEN und HAFTUNG DER ERBEN bzw. HAFTUNGSBESCHRÄNKUNG finden Sie unter www.erbengemeinschaft-erbenhaftung.de.

Mehrere nützliche MUSTERSCHREIBEN und FORMULARE zum Thema VORSORGE, TESTAMENT, VERMÄCHTNIS, SCHENKUNG stehen Ihnen auβerdem zur Verfügung unter www.erbrecht-downloads.de.

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