GESELLSCHAFT FüR ERBRECHT UND STIFTUNGSRECHT EEIG

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Wann muss ein Geschenk herausgegeben werden

Die Seite enthält Informationen darüber, wann die Erben des Verstorbenen die von ihm veranlasste Schenkung widerrufen bzw. anfechten und das Geschenk zurückfordern können, welche Gründe es geben kann, um eine Schenkung zu widerrufen bzw. anzufechten, innerhalb welcher Fristen eine Schenkung anzufechten ist und was im Falle einer wirksamen Schenkung des Erblassers zu beachten ist (Pflichtteilsergänzungsanspruch).


SCHENKUNG WIDERRUFEN | GESCHENK ZURÜCKFORDERN

Jeder kann grundsätzlich mit seinem Eigentum verfahren, wie er will - also auch verschenken.

Die Erben können eine vom Erblasser gemachte Schenkung widerrufen und das Geschenk zurückfordern, wenn der Erblasser von dem Beschenkten an einem Widerruf gehindert worden war.


SCHENKUNG ANFECHTEN - GRÜNDE UND FRISTEN | GESCHENK ZURÜCKFORDERN

War der Erblasser zum Zeitpunkt der Schenkung nicht geschäftsfähig, kann der Erbe die Schenkung anfechten und das Geschenk zurückfordern.

Lag ein Irrtum des Erblassers vor, können die Erben innerhalb einer Anfechtungsfrist von zwei Wochen ab Kenntnis die von ihm veranlasste Schenkung anfechten. Innerhalb eines Jahres nach Kenntnis dürfen die Erben eine Schenkung anfechten, die durch Bedrohung oder Täuschung des Erblassers erzwungen wurde.

Eine Verfügungsbeschränkung des Erblassers betreffend den Schenkungsgegenstand kann sich aus einem gemeinsamen Testament ergeben, auch dann kann der Erbe von dem Beschenkten das Geschenk zurückfordern.


PFLICHTTEILSERGÄNZUNGSANSPRUCH

Liegt all dies nicht vor, so ist die Schenkungwirksam.

Schenkung anfechten bzw. Schenkung widerrufen und das Geschenk zurückfordern können Sie als Pflichtteilsberechtigter in dem Fall nicht, haben jedoch auf Grund der Schenkung möglicherweise gegen die Erben einen sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch:

Hat der Erblasser gegenüber einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass zugerechnet wird. Die Schenkung wird pro rata temporis berücksichtigt. Nach Ablauf von zehn Jahren seit Leistung bleibt die Schenkung unberücksichtigt. Dies gilt nicht bei Schenkungen an den Ehepartner.


Lassen Sie sich juristisch beraten, wie Sie mit Schenkungen des Erblassers umgehen, ob Sie eine Schenkung anfechten oder widerrufen und das Geschenk zurückfordern können. Möglicherweise ist es vorteilhafter, das Erbe auszuschlagen und den Pflichtteil zu verlangen.



Weitere Informationen zum Thema GESCHENKRÜCKFORDERUNG finden Sie unter www.schenkung-erbrecht.de.

Mehrere nützliche MUSTERSCHREIBEN und FORMULARE zum Thema VORSORGE, TESTAMENT, VERMÄCHTNIS, SCHENKUNG stehen Ihnen auβerdem zur Verfügung unter www.erbrecht-downloads.de.

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